Jeff Wall zeigt unter dem Titel „Transit“ eine aktuelle Ausstellung im Albertinum in Dresden. Kein Ort könnte besser sein als dieser, der gekennzeichnet ist von Umbrüchen der letzten 20 Jahren. Eine Stimmung die in Jeff Walls Fotografien vorherrscht. Landschaften und urbane Räume zeigen Bewegung und Veränderungen auf, häufig inspiriert von Skulpturen, Gemälden oder Literatur großer Meister. So findet man Anlehnungen an Ralph Ellison, Eugène Delacroix, Auguste Rodin oder Édouard Manet. Viele Stunden oder Tage der Inszenierung braucht es für ein Werk, um nichts dem Zufall zu überlassen.
Am Ende haben Walls Werke malerischen, narrativen, filmischen und theatralischen Charakter, dessen Grenzen äußerst unscharf sind und den Betrachter vor diesem Hintergrund fragen lässt, wie wirklich die Wahrheit der Bilder tatsächlich ist.
Die Ausstellung zeigt einen Überblick über Walls Schaffen von den 80er Jahren bis heute. Obwohl Jeff Wall bereits seit 1967 fotografiert, zeigt er erst seit 1978 farbige, großformatige Bilder in Form von Leuchtkästen und seit 1995 auch Schwarzweißfotografien auf Papier.
Fotos: daydate



