Etwas schockiert bin ich darüber, dass sich jetzt auf fast schon respektlose Weise der Kunst genähert wird. Denn ja, nach Projekt Runway, Top Chef, ... next Topmodel und sämtlichen Casting Shows für Menschen mit mehr oder weniger Talent zum Gesang, reit sich jetzt in die Riege der Reality-TV Formaten auch die Kunst ein. So sucht man nun neben Designern, Models, Chefs und Sängern – Künstler. Produziert wird das ganze von Sarah Jessica Parker, die so große Erfolge erzielt hat, so dass gerade an einer zweiten Staffel gearbeitet wird. Das alles natürlich in den USA.
Würde das auch hier bei uns funktionieren?
Würden wir es zulassen das große Geheimnis um die Kunst in einem schnöden Fernsehformat zu lüften?
Natürlich hatte die Sendung ihren Unterhaltungswert. Unterschiedlichste Charaktere trafen aufeinander, die ja nun gerade in der Kunstszene mehr als ausgeprägt sind. Produziert von Sarah Jessica Parker, garantierte einen gewissen Glamoureffekt. Der Gewinner, in diesem Fall der 23-jährige Maler Abdi Farah, erhielt 100.000 US$ und eine Ausstellung im Brooklyn Museum. Die wöchentlich gestellten Aufgaben schienen jedoch mehr Richtung Volkshochschule zu gehen – sich in der Natur inspirieren zu lassen oder mal einen Schocker zu bringen, endet in Blut und Urinfotografien. Nunja.
Die Jury, bestehend u.a. aus dem New Yorker Kunsthändler Simon de Pury gab ihre Statements ab.
Soll die Erklärung der Künstler und die Kritik der Jury aber am Ende die Kunst der Gegenwart im Allgemeinen verständlicher machen? Lernt der Zuschauer nun Kunst zu verstehen, oder gar Kritik an ihr zu üben? Aber ist das nicht alles nazisstischer Nonsens von Pseudo-Künstlern?
Ich bin da sehr gespaltener Meinung und frage mich ob es die Hochkultur verdient hat, mit einer nörgelnden DSDS Staffel gleich gesetzt zu werden.
"Your work of art didn’t work for us"